PMManage-Schnittstelle
Die PMManage-Schnittstelle ermöglicht es Händlern, eine monatliche Momentaufnahme des Ersatzteilgeschäfts aus John Deere DBS 365 über DTF an John Deere weiterzuleiten, einschließlich Kennzahlen zur Ersatzteil-Bedarfsdeckung von Kunden. Berichte zu Ersatzteil-Kennzahlen können für jeden einzelnen Händlerlagerort erstellt werden. Die Daten aus der PMManage-Schnittstelle werden von John Deere für die Erstellung von Analyseberichten (z. B. Bericht 32e) sowie zur Bereitstellung von John Deeres RPM-Diensten verwendet, die Händler abonnieren können.
Wichtig
PMManage stützt sich auf die Tabelle RPM-Puffereinträge, die von der DPMEXT-Schnittstelle befüllt wird. Die DPMEXT-Schnittstelle muss also aktiviert sein, damit PMManage ordnungsgemäß funktioniert.
In diesem Kapitel finden Sie die folgenden Abschnitte:
Einrichtung
Bitte führen Sie die Einrichtung in der folgenden Reihenfolge aus:
PMManage-Schnittstelleneinrichtung
Zunächst muss die Basiseinrichtung der Schnittstelle vorgenommen werden. Gehen Sie hierzu wie folgt vor:
- Öffnen Sie die Tabelle Schnittstellenliste in John Deere DBS 365 und wählen Sie den Eintrag PMMANAGE aus.
- Im Inforegister Allgemein:
- Aktivieren Sie den Schieberegler Schnittstellenprotokoll, um ein Protokoll aller PMManage-Schnittstellenaktivitäten über die Schaltfläche Protokoll in der Menüleiste zu führen.
Tipp
Aktivieren Sie bei Bedarf die automatische Löschung von Zeilen auf der Seite Schnittstellenprotokoll nach einer bestimmten Zeit, indem Sie einen Wert in das Feld Protokolleinträge löschen nach eingeben.
Beispiel: 90T = alle Protokolleinträge, die älter als 90 Tage sind, werden automatisch gelöscht. Informationen zur Eingabe eines Zeitraums finden Sie hier.
- Im Inforegister Autorisierung:
- Wählen Sie im Feld Autorisierungsart den Wert OAuth2 aus.
- Wählen Sie im Feld Autorisierungscode den Wert PMMANAGE aus.
- Geben Sie im Inforegister Parameter die folgenden Daten in das Feld Wert ein, um die Schnittstelle vorzubereiten:
- DayOfGoLive: definiert das Startdatum der PMManage-Datenberechnung. Daten mit einem Buchungsdatum vor diesem Datum werden beim PMManage-Export ignoriert.
Das eingegebene Datum wird automatisch in das richtige Datumsformat umgewandelt, das für das jeweilige Gebietsschema verwendet wird, um systemweite Konsistenz zu gewährleisten.
Standardwert: 1. Tag des Monats, in dem der Schnittstellendatensatz initialisiert wurde - DocumentChanges1stPassFill: Optional definiert die zulässige Dauer in Minuten für Belegänderungen festzulegen, die den Status „Direkt aus Bestand“ in den Belegzeilen nicht aufheben, d. h. beim Erstellen eines Verkaufsbelegs steht dem Benutzer die angegebene Anzahl von Minuten für Änderungen zur Verfügung, ohne dass der Status Direkt aus Bestand verloren geht. Weiterlesen.
- LastExportMonth: Optional definiert den Tag des Monats, in dem die PMManage-Exportdatei das letzte Mal erstellt wurde. Dieser Parameter wird automatisch befüllt, wenn Sie Datensätze über die Schaltfläche PMManage-Datei exportieren exportieren oder die entsprechende Aufgabenwarteschlange ausführen.
- SLCSplitting: definiert den SLC (Stocking Logic Code), der für die Aufteilung der Berichtsdaten beim PMManage-Export verwendet wird. Verfügbare Optionen:
Kein Critical Code und keine LagerklasseNur Critical CodeCritical Code und Lagerklasse
- StartPrevMonthCalc: definiert die Datumsformel, die verwendet wird, um die Monatstageskarenz festzulegen, ab dem die Vormonatsberechnung beginnen soll. Vor diesem Tag findet keine PMManage-Berechnung für den Vormonat statt, z. B. verzögert
2Tdie Vormonatsberechnung um 2 Tage im Folgemonat.
Das eingegebene Datum wird automatisch in das richtige Datumsformat umgewandelt, das für das jeweilige Gebietsschema verwendet wird, um systemweite Konsistenz zu gewährleisten.
Standardwert:0T
- DayOfGoLive: definiert das Startdatum der PMManage-Datenberechnung. Daten mit einem Buchungsdatum vor diesem Datum werden beim PMManage-Export ignoriert.
Wichtig
Negative Datumsformeln sind im Parameter StartPrevMonthCalc nicht zulässig.
Tipp
Das Datum LastExportMonth kann bei Bedarf manuell geändert werden, um einen fehlgeschlagenen Export erneut auszuführen.
Tipp
Der Wert **(John Deere-)Lagerklasse (Ersatzteile) im Parameter SLCSplitting wird in der John Deere-Region 2 nicht verwendet, nur in den USA und Kanada.
Wenn alle Anforderungen erfüllt sind (grüne oder graue Werte im Inforegister Parameter), können Benutzer die Schnittstelle über die Schaltfläche Schnittstelle aktivieren auf der PMManage-Schnittstellenkarte aktivieren.
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Aufgabenwarteschlangen-Einrichtung
Diese Aufgabenwarteschlange wird verwendet, um automatisch die Händlerdaten zu berechnen und anschließend an John Deere zu übertragen. Sie wird automatisch während der PMManage-Schnittstelleneinrichtung erstellt, sodass es nicht erforderlich ist, sie manuell zu erstellen. Wird die PMManage-Schnittstelle aktiviert, wird ein Schnellhinweis angezeigt, über den die Aufgabenwarteschlange bei Bedarf geöffnet werden kann.
Falls die Aufgabenwarteschlange verändert oder zurückgesetzt wurde, befolgen Sie die nachfolgenden Schritte, um die empfohlenen Einstellungen wiederherzustellen:
- Öffnen Sie die Tabelle Aufgabenwarteschlangenposten in John Deere DBS 365 über die Schnellsuche (ALT+Q).
- Klicken Sie auf die Schaltfläche Neu, um einen neuen Aufgabenwarteschlangenposten anzulegen.
- Nehmen Sie im Inforegister Allgemein auf der Seite Karte für Aufgabenwarteschlangenposten folgende Einstellungen vor:
- Wählen Sie in dem Feld Art des auszuführenden Objekts den Wert
Codeunitaus. - Wählen Sie in dem Feld ID des auszuführenden Objekts den Wert
5575246aus. - Optional Geben Sie im Feld Beschreibung bei Bedarf eine eindeutige Beschreibung der Aufgabenwarteschlangen ein, z. B.
PMManage-Berechnung. - Optional Geben Sie in dem Feld Früheste(s) Startdatum/-uhrzeit das Datum und die Uhrzeit ein, zu dem/der die Aufgabenwarteschlange das nächste Mal ausgeführt werden soll. Ist kein Wert ausgewählt, wird die Aufgabenwarteschlange ausgeführt, sobald Status = Bereit.
- Wählen Sie in dem Feld Art des auszuführenden Objekts den Wert
- Nehmen Sie im Inforegister Wiederholung auf der Seite Karte für Aufgabenwarteschlangenposten folgende Einstellungen vor:
- Aktivieren Sie die Schieberegler für alle Wochentage.
- Wählen Sie im Feld Startzeit eine Zeit nach den üblichen Geschäftszeiten aus, damit alle tagsüber gesammelten Daten exportiert werden.
Empfohlener Wert:18:00:00(06:00:00 PM). - Lassen Sie das Feld Endzeit leer, da die Aufgabenwarteschlange nur einmal pro Tag laufen soll.
- Lassen Sie das Feld Anzahl der Minuten zwischen Ausführungen leer, da die Aufgabenwarteschlange nur einmal pro Tag laufen soll.
Der Aufgabenwarteschlangenposten ist fertiggestellt und weist den Wert Status = Wartend auf.
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Benutzerhandbuch
Nach erfolgreicher Einrichtung kann mit der PMManage-Schnittstelle Folgendes erledigt werden:
PMManage-Exportdateien erstellen
Um PMManage-Dateien zu erstellen, die an John Deere gesendet werden, sind die Tabellen PMManage - Kumulierte Erfüllungskennzahlen und Historische Monatswerte in John Deere DBS 365 vorhanden. Sie können über die Menüleiste auf der Seite PMManage-Schnittstellenkarte aufgerufen werden und dienen dazu, die für einen bestimmten Typ berechneten PMManage-Daten für einen späteren Export zu speichern. Die einzelnen Einträge können nicht bearbeitet werden, aber es ist möglich, ganze Zeilen zu löschen. Außerdem enthält die Tabelle Historische Monatswerte eine Liste der monatlichen Werte, um den Verlauf ohne Neuberechnung zu jedem neuen Exportdatum zu erhalten.
Hinweis
Anstelle einer Geschäftsjahresprüfung wird eine Prüfung der vorangegangenen 12 Monate durchgeführt, d. h.: Wenn versucht wird, Daten für einen beliebigen Monat vor dem aktuellen Monat zu exportieren (im Vergleich zu HEUTE), lässt John Deere DBS 365 nur den Export der 12 Vormonate zu, nicht aber den des vorherigen Geschäftsjahres.
Tipp
Die Spalte Endtag der Historie in der Tabelle Historische Monatswerte gibt den letzten Tag der Historie an, von dem aus die Spalten Monat n rückwärts berechnet werden, d. h.: Wenn Endtag der Historie = 30.11.2023, zeigt Monat 1 den Wert des Vormonats (31.10.2023), Monat 2 den des vorletzten Monats (30.09.2023) usw. an.
Alle diese Daten werden in einer einzigen PMManage-Exportdatei gespeichert, die über die Aufgabenwarteschlange PMManage File Export (Bericht 5575064) erstellt wird. Diese Datei wird dann im Azure Blob Storage (
DTF) gespeichert.
Anschließend wird die Aufgabenwarteschlange TSRJD Calc. PMManage tables (Codeunit 5575246) ausgeführt.
Für jeden Datensatz in der Tabelle PMManage - Kumulierte Erfüllungskennzahlen, der älter als die letzten zwölf Monate ist, werden die Daten entfernt.
Für jeden Datensatz in der Tabelle Historische Monatswerte wird die monatliche Verschiebung durch die Spalten Monat n gehandhabt, indem der Wert Monat n in den Monat n+1 verschoben und die neuesten Daten zu Monat 1 hinzugefügt werden. Je nach den Einstellungen des Parameters SLCSplitting auf der Seite PMManage-Schnittstellenkarte wird die folgende Quelle berücksichtigt/ignoriert, um die korrekten Werte Anfragen insgesamt für jeden Datensatz zu finden, der durchlaufen wird:
- Kein Critical Code und keine Lagerklasse: Die Aufgabenwarteschlange ignoriert den kritischen Code und die Lagerklasse vollständig.
- Nur Critical Code: Die Aufgabenwarteschlange berücksichtigt nur den Wert Critical Code.
- Critical Code und Lagerklasse: Die Aufgabenwarteschlange berücksichtigt die Werte Critical Code und Lagerklasse.
Hinweis
Wenn der Parameter SLCSplitting auf einen anderen Optionscode geändert wird, wird der Inhalt der Tabellen PMManage - Kumulierte Erfüllungskennzahlen und Historische Monatswerte gelöscht.
Tipp
Ein Critical Code ist eine zweistellige Servicecodeziffer, die einem Teil zugeordnet ist. Er liefert Informationen zur kritischen Natur eines Teils (Grad der Kritikalität für die Betriebsleistung und/oder Sicherheit der Maschine) und somit zur vom Händler zu berücksichtigenden Service- und Installationsdauer. Der Wert wird im Inforegister John Deere der Seite (Katalog-)Artikelkarte angezeigt, falls vorhanden. Eine Liste aller Critical Codes finden Sie in der Tabelle John Deere Critical Codes.
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Direkt aus Bestand
Die Direkt-aus-Bestand-Logik wird verwendet, um zu zeigen, wie die Bedarfserfüllung bearbeitet wird. Nach erfolgreicher Einrichtung und Aktivierung ist die Spalte Bedarfserfüllung in den Inforegistern Zeilen von Verkaufs-/Serviceaufträgen, Verkaufs-/Servicelieferungen, Verkaufs-/Servicerechnungen, Verkaufs-/Servicegutschriften sowie in den Tabellen John Deere RPM-Pufferposten und John Deere RPM-Verkauf verfügbar. Der Spaltenwert zeigt an, wie die Bedarfserfüllung auf Grundlage der folgenden Bedingungen bearbeitet wird:
- Wenn eine Änderung in einem Inforegister Zeilen vorgenommen wird, die außerhalb des im Parameter DocumentChanges1stPassFill definierten Zeitfensters liegt, wird diese Zeile immer mit Bedarfserfüllung > leer befüllt.
- Wenn eine Änderung in einem Inforegister Zeilen vorgenommen wird, die innerhalb des im Parameter DocumentChanges1stPassFill definierten Zeitfensters liegt, wird diese Zeile immer mit Bedarfserfüllung > Direkt aus Bestand befüllt. Dasselbe gilt, wenn der Wert Menge gefüllt ist.
- Sobald ein Puffereintrag in der Tabelle John Deere RPM-Pufferposten erstellt wird, wird der richtige Optionswert aus der ursprünglichen Quelle der Puffererstellung bezogen. Diese Informationen werden an die Tabelle John Deere RPM-Verkauf weitergeleitet, um den entsprechenden Datensatz entweder zu erstellen oder zu aktualisieren.
Tipp
In der Tabelle John Deere RPM-Verkauf werden für jeden Aufgabenwarteschlangen-Durchlauf stets zwei Zeilen erstellt: eine Zeile für Reservierungen mit den Spalten Lfd. Nr. ursprünglicher Artikelposten, Menge verkauft und Menge angefragt = 0/0,00 und eine Zeile mit den eigentlichen Werten in den Spalten für den tatsächlichen Artikelposten (gebucht).